Abgemeldet ist nicht erledigt: Digitale Nomaden, die US-LLC und der lange Arm des Finanzamts

Über diese Folge
„Melde dich ab, gib die Wohnung auf, bleib weniger als ein halbes Jahr in Deutschland – dann bist du steuerlich raus." Auf diesem Satz ruhen Zehntausende Auslandspläne. Diese Folge unterzieht ihn einem Stresstest – und der fällt anders aus, als die Szene erzählt: Die Abmeldung beendet die Meldepflicht, nicht die Steuergeschichte. Im Außensteuerrecht steht eine Vorschrift, die Deutsche bis zu zehn Jahre nach dem Wegzug festhalten kann – und sie greift ausgerechnet am sichersten bei denen, die glauben, am weitesten weg zu sein: bei den Ortlosen ohne neue Ansässigkeit. Dazu die US-LLC, ehrlich eingeordnet: eine legitime Rechtsform, deren steuerliche Behandlung der Einzelfall entscheidet – und die in keiner Variante die Frage beantwortet, die nur ein Lebensmittelpunkt beantworten kann. Ohne Panikmache, mit offener Ansage, was die Angstmacher verschweigen – und mit vier Prinzipien für einen Auslandsplan, der eine Prüfung aushält.
