Die Amerika-Lücke: Warum die USA beim Datenaustausch nicht mitspielen

Über diese Folge
„Eröffne ein Konto in den USA – von dort meldet niemand etwas nach Deutschland." Dieser Geheimtipp kursiert seit Jahren, und das Bemerkenswerte ist: Im Kern stimmt er. Die USA, Erfinder des weltweiten automatischen Informationsaustauschs, sind dem gemeinsamen Meldestandard CRS nie beigetreten – und die zweiseitigen FATCA-Abkommen sind eine Einbahnstraße: Deutschland liefert praktisch alles, zurück kommt ein schmaler Ausschnitt ohne Kontostände und ohne Durchschau durch Gesellschaften. Diese Folge vermisst das Loch ehrlich – und zeigt dann, warum es als Versteck trotzdem eine der schlechtesten Wetten des Marktes ist: Sichtbarkeit ist nicht Legalität, die Einzelauskunft auf Ersuchen funktioniert längst, und der Vorhang vor diesem Fenster hängt an einer Schnur, die ein fremdes Parlament hält. Mit dem konstruktiven Teil: die Amerika-Karte offen gespielt – deklarierte Diversifikation, Substanz-Strukturen, die Akte für den Tag, an dem sich die Lage dreht.
