Diese Seite ergänzt die allgemeine Transparenzseite. Dort steht, was ich tue und woran ich verdiene. Hier steht, warum ich veröffentliche, nach welchen Regeln ich dabei arbeite und wo Sie alles nachprüfen können.
Das Wettbewerbsverhältnis
Ich prüfe öffentliche Aussagen von Personen, die zu denselben Fragen beraten und verkaufen wie ich. Damit bin ich im weiteren Sinne ihr Wettbewerber. Das ist kein Nebenumstand, sondern der Grund, warum diese Seite existiert.
Ich prüfe dabei zwei einander entgegengesetzte Positionen: die Behauptung, ortsunabhängig arbeitende Unternehmer seien eindeutig erfasst, und die Behauptung, sie hätten kein Problem. Ich halte beide für zu weit gegriffen.
Wie ich dazu gekommen bin und warum erst jetzt
Die Prüfung des deutschen Außensteuerrechts ist nicht die Aufgabe eines Corporate Service Providers. Wer Gesellschaften gründet und verwaltet, beurteilt nicht, wie die Einkünfte seiner Auftraggeber in deren Wohnsitzstaat zu behandeln sind. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern dieselbe Zuständigkeitsgrenze, die ich heute überall ziehe.
Ende 2025 ist mir in der öffentlichen Kommunikation zu diesem Thema etwas aufgefallen, das sich nicht zusammenfügte: Warnungen und Beschwichtigungen zur selben Frage, nebeneinander. Das hat mich stutzig gemacht und daraufhin habe ich mich der Sache angenommen. Seitdem befasse ich mich mit § 2 AStG und veröffentliche, was ich dabei herausfinde. Die Arbeit ist meine eigene.
Ob das, was dabei herauskommt, ein reales Risiko beschreibt, entscheidet weder mein Ruf noch der eines anderen. Das entscheidet der Gesetzestext. Deshalb nenne ich jede Fundstelle – und deshalb benenne ich auch die Stellen, an denen die Sache offen ist.
Was ich nicht kritisiere
Die US LLC ist eine Rechtsform nach amerikanischem Recht. Sie ist weder Held noch Bösewicht. Wie jede Rechtsform ist sie ein Werkzeug und die Frage ist nicht, ob es zulässig ist, sondern wofür es benutzt wird und ob die Umstände zu ihm passen.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt Steuerfreiheit als Verkaufsargument benutzt. Ich halte das auch heute für den Kern des Problems: nicht die Gesellschaft, sondern das Versprechen, das mit ihr verkauft wird.
Was ich prüfe
Nicht die Rechtsform, sondern ihre Kombination mit fehlender steuerlicher Ansässigkeit.
Das ist keine rhetorische Abgrenzung, sondern das Ergebnis meiner Analysen: Ob eine Gesellschaft dazwischengeschaltet ist oder nicht, entscheidet nach den einschlägigen Normen über die Anspruchsgrundlage – nicht über das Ergebnis. Wer diese Herleitung nachprüfen will, findet sie in meinen Veröffentlichungen vollständig, mit Fundstellen.
Nach welchen Regeln ich arbeite
- Nur Wortlautzitate, jede Einblendung mit Titel, Datum und Zeitmarke.
- Geprüft werden Aussagen, nicht Personen. Keine Zuschreibung von Motiven, kein Vorwurf fachlicher Unfähigkeit, kein Vorwurf strafbaren Verhaltens.
- Was an einer geprüften Position richtig ist, wird ausdrücklich benannt und nicht gekürzt.
- Wo eine Rechtsfrage offen ist, wird sie als offen benannt — auch dann, wenn eine Festlegung bequemer wäre.
- Wo eine Aussage einen Verdacht nahelegen könnte, wird vor Veröffentlichung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben und das Ergebnis im Beitrag genannt.
Fundstellen
Was geprüft ist
Die Normen, Urteile und Verwaltungsanweisungen, die ich in einem Beitrag ausdrücklich zitiere, lese ich vor der Veröffentlichung am Originaltext nach – die Vorschrift im Gesetz, die Entscheidung im Volltext, die Verwaltungsanweisung in der jeweils geltenden Fassung. Zitiert wird nur, was ich dort selbst gelesen habe.
Eine Ausnahme kennzeichne ich ausdrücklich: Gelegentlich zitiere ich eine ältere Entscheidung, die ich nicht im Volltext, sondern über spätere Urteile kenne, die sie wörtlich wiedergeben. Wo das so ist, steht es im Beitrag.
Was nicht geprüft ist
Nicht geprüft ist, was ich nicht zitiere: der vollständige Meinungsstand in der Literatur, jede abweichende Auffassung, jede noch offene höchstrichterliche Frage. Wo eine Rechtsfrage offen ist oder von der Finanzverwaltung anders gesehen wird als hier dargestellt, benenne ich das im Beitrag – aber ich behaupte nicht, den Streitstand erschöpfend abgebildet zu haben.
Warum ich das so führe
Weil der Unterschied zwischen „am Originaltext gelesen" und „erschöpfend geprüft" entscheidend ist. Das eine kann ich zusichern, das andere nicht – und eine Transparenzseite, die mehr verspricht, als sie hält, wäre selbst das Gegenteil von Transparenz.
Korrekturen
Fehler in veröffentlichten Beiträgen korrigiere ich sichtbar und nicht still: als angepinnter Kommentar unter dem betroffenen Beitrag und, wo er inhaltlich trägt, im nächsten Beitrag.
Die Offenlegung, die in jedem Beitrag gesprochen wird
Zur Nachprüfbarkeit im Wortlaut:
Ich bin Strategieberater und Corporate Service Provider, habe über 1.400 US-Gesellschaften gegründet und verwaltet und erbringe keine Rechts- und keine Steuerberatung. Damit bin ich im weiteren Sinne Wettbewerber.
Diese Kurzfassung ist bewusst kurz. Der vollständige Text steht auf der allgemeinen Transparenzseite und hier.
